Die Angst vor dem Tod wird sterben

„Das was ich bin, kann nicht sterben, weil es nie geboren wurde.“
RAMANA MAHARSHI

 

Es gibt Fakten, die sind so sicher, wie das Amen in der Kirche. Einer davon ist: Du wirst sterben. Ich werde sterben. Meine Eltern werden sterben. Meine Schwester wird sterben. Mein Mann wird sterben. Mein Sohn wird sterben.

Wir alle werden sterben.

Wir leben auf Pump. Unser Leben ist nur geliehen. Wir werden geboren und vom ersten Augenblick an streben wir dem Tod entgegen. Genau, wie viele andere Spezies auf unserem Planeten auch.

Zu fatalistisch?

Zu direkt?

Stimmt nicht, weil wir doch EWIG leben?

Nein, vielleicht und JA.

Ja, wir leben ewig. Unsere Seele, unser Wesenskern, unser ICH BIN ist ewig.

Unser physischer Körper jedoch ist es nicht. Zumindest nicht in dieser Zeitlinie, nicht in dieser „Realität“.

Vielleicht hast Du schon von Menschen gelesen, die die Zeit überdauern oder durch die Zeit gereist sind. Heilige, Erwachte, Romanhelden. Methusalem, Wonder Woman oder Jesus.

In den meisten Filmen, Büchern, Theaterstücken, in der Philosophie, Theologie und auch in unserem alltäglichen Leben geht es letztlich immer ums Sterben. Oder um das „richtige“ Leben.

Vorzeitig zu sterben ist eine Ur-Angst der Menschheit. So, wie nicht das richtige Leben gelebt zu haben.

Mit dieser Angst lassen sich vortrefflich Geschäfte machen. Nimm nur mal das Beispiel einer Lebensversicherung. Da wird Dein vorzeitiger Tod versichert nach der Höhe der Wahrscheinlichkeit in Relation zu Deinem Alter und Deinem Gesundheitszustand.

Warum schließt jemand eine Lebensversicherung ab? Weil sie eine (vermeintliche) Sicherheit darstellt. Es ist der existierende Beweis unseres Misstrauens ins Universum.

Würden wir dem Lebensfluss vollkommen vertrauen, würden wir freiwillig keine einzige Versicherung abschließen. Weder Lebens-, Rechtschutz-, noch Rentenversicherung.*

Die Angst vor dem Tod ist eine kollektive Angst.

Sie ist tief eingegraben in unsere Zellen. Tatsächlich wurde diese Angst bereits in die allererste menschliche Zelle, in das Ur-Genom der Menschheit gelegt. Das hat mehrere Gründe.

Beim Übergang in eine materielle Form entsteht die Idee der Dualität durch das Konzept von Form und Nicht-Form. Mit dem Konzept der Dualität entsteht gleichsam das Gefühl oder die Idee der Trennung.

Wenn aus einer Zelle zwei werden, so mögen sie zu Beginn gleich sein, sie sind jedoch nicht identisch. Bei der Menschwerdung entstehen Billionen von Zellen, die viele unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. So verändern sie ihre Gestalt und passen sich ihrer Aufgabe und Umgebung an.

In allen Zellgedächtnissen ist jedoch das Bewusstsein der Einheit eingeprägt. Es ist unter anderem dieses Zellgedächtnis, welches uns der Einheit zustreben lässt. Ein menschlicher Körper könnte nicht ohne dieses Einheitsbewusstsein existieren. Zum einen betrachten sich alle Zellen eines Körpers als eine Einheit, zum anderen betrachten sich auch ALLE existierenden Menschen und damit alle ihre Zellen als eine große, übergeordnete Einheit.

Wenn wir uns also alle als eine große Einheit verstehen, so müsste es doch ein leichtes sein, als eine solche Einheit zu handeln, oder?

Leider oder Gott sei Dank ist dies nicht der Fall. Dies liegt an unserer Absicht des Vergessens. Ihr alle kennt diesen Schleier, der uns im Moment unserer Geburt übergeworfen wird und der im Laufe unseres Erdenlebens erst einmal dichter und dann wieder lichter wird.

Dieser Schleier ist hauptsächlich für unsere Misere mit der Todesangst verantwortlich. Im Grunde ist er ein Segen, denn er macht unsere menschliche Erfahrung hier auf Erden überhaupt erst möglich. Ohne diesen Schleier würden wir alle mit unserem Göttlichen Bewusstsein ins Leben starten und alle Erfahrungen, die die Dualität und die ihr zugrundeliegenden Emotionen ausmachen, nie erfahren können.

Wir sind als Menschheitskollektiv Jahrtausende in diese Dichte eingetaucht, haben alle Höhen und Tiefen des Menschseins durchlebt. Wir haben die heilige Atmosphäre der Stille erfahren, die Kraft der Liebe und die zarte Freude der Anmut. Haben Momente der Erhabenheit gelebt, genauso wie Momente der Verheerung, Zerstörung und Monstrosität. Haben gelogen, betrogen, getötet sowie gehuldigt, begnadet und geliebt.

Und erst, wenn wir erkannt haben, dass das, was wir einem anderen antun, wir uns selbst tun, wird sich diese Form der Dualität auflösen, weil sie in dem Moment dieser Erkenntnis obsolet wird.

Mit dem Erwachen ins Einheitsbewusstsein – und ich meine hiermit nicht das intellektuelle Verstehen dieses Konzepts, sondern ein tiefes Erkennen dieser Wahrheit in unseren Herzen – wird auch die Angst vor dem Tod sterben.

Wir werden uns bewusst, dass uns niemand etwas wegnehmen kann, weil uns nichts und alles bereits gehört und es nichts gibt, das außerhalb von uns existiert.

Die Freiheit kann Dir nicht genommen werden.

Die Liebe kann Dir nicht genommen werden.

Dein Leben kann Dir nicht genommen werden.

Du lebst ewig.

Und Du lebst in einem jeden anderen Menschen.

So unterschiedlich wir auch zu sein scheinen in Charakter, Aussehen, Lebensweise, Streben, Vorlieben, Prägungen etc. so teilen wir doch alle den einen Ursprung.

Und dieser eine Ursprung ist der Grund für unsere kollektive Angst vor dem Tod.

Denn die Angst vor dem Tod ist die Angst vor der Trennung. Die Angst abgetrennt zu sein vom Göttlichen. Von dem, das alles ist und alles durchdringt. Von der Kraft, die alles trägt und alles bewegt.

Erst wenn wir erkennen, dass wir diese Kraft sind und immer sein werden – egal, in welcher Form – erst dann fühlen wir uns wirklich frei. Immer.

Dann fühlen wir uns geliebt. Immer.

Dann fühlen wir uns lebendig. Immer.

Denn es wird uns klar: Wir sind das Leben!

Es kann uns nicht genommen werden. Selbst dann nicht, wenn wir sterben.

Unser Geist, unsere Seele, unser göttlicher Ausdruck stirbt nicht. Wir verändern unsere Form, doch wir vergehen nicht.

Erst dann, wenn die Kontraktion von Allem-was-ist sich ihrem Kulminationspunkt nähert, wird unsere individuelle Schwingung sich in der Großen Ganzen Einheit aller Schöpfung auflösen.

Aaaaaah, welch eine Befreiung!

Die Ruhe vor dem Tod

Wenn dies geschieht, wenn dieses Wissen, diese Erkenntnis, dieses ver-innerlichte Gefühl der All-Einheit sich in Dir niederlässt und jede Deiner Zellen durchdringt, er-lebst Du Ruhe.

Stille.

Schweigen.

Seelenruhe.

Frieden.

Dein System entspannt sich und kann sich ausdehnen. Alle Kontraktion fällt von Dir ab und Du bist ganz weich. Empfänglich für alles, das ist. Für alles, das sein wird. Akzeptanz breitet sich aus für alles, das war und ist.

Du gibst Deine Bewertungen auf. Deine Erwartungen, wie etwas zu sein hat und Du lebst im Moment.

Im JETZT. Im HIER. Im AUGENBLICK.

Deine Bestimmung ist zu erkennen, dass ALLES lebens-wert ist. Das menschliche Leben ist es wert gelebt zu werden. Mit allem, was es Dir bietet.

Höhen. Tiefen. Schmerzen. Freude. Trauer. Liebe. Geburt. Tod. Wiedergeburt.

Ein ewiger Kreislauf, der uns spiralförmig in immer höhere Frequenzen erhebt.

Hast Du einmal das Eine Gesetz – Alles ist EINS – in Deinem gesamten Sein verinnerlicht, wird die Angst vor dem Tod sterben.

Die Angst, dass Du stirbst oder dass jemand anderes von Dir gehen könnte, wird nicht mehr fassbar für Dich sein.

Niemand wird jemals von Dir gehen. Niemand wird Dich je verlassen. Du und der vermeintlich andere werden lediglich ihren Fokus, ihre Form ändern.

Die Seele wandelt ihre Gestalt. Sie zieht sich aus dem physischen Körper zurück, wenn die Zeit gekommen und ihre Aufgabe in und mit dieser Ausdrucksform erfüllt ist.

Deine Aufgabe besteht darin, sie gehen zu lassen. Sie vielleicht sogar zu beglückwünschen, dass sie ihre Zeit hier auf Erden vollendet hat.

Und ja: Du darfst trauern. Es darf schmerzen. Das wird es – trotz dass Du weißt, dass ihr nicht getrennt seid und sich Eure Kommunikation nun auf eine andere Eben verlagert.

Wir sind Menschen.

Wir haben Gefühle.

Das ist es, was uns ausmacht.

Das ist, was es so spannend macht, zu leben.

Kosten wir es ganz aus!

Alles Liebe und bis bald

Sophia Sabine

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*Ich rate ausdrücklich weder zu noch ab, Versicherungen abzuschließen oder zu kündigen.

Foto von petrunjela, Getty images

 

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